Try and Hire bei Offshore-Fachkräften funktioniert so: Ein Personaldienstleister wie FTT Personnel stellt dich zunächst als Zeitarbeitskraft einem Offshore-Unternehmen zur Verfügung. Nach einer vereinbarten Einsatzzeit kann der Betrieb dich direkt übernehmen. Dieses Modell verbindet die Flexibilität der Zeitarbeit mit der echten Chance auf eine Festanstellung. In den folgenden Abschnitten beantwortet dieser Artikel die wichtigsten Fragen rund um Try and Hire im Offshore-Sektor.

Wer kann Try and Hire im Offshore-Bereich nutzen?

Try and Hire im Offshore-Bereich steht grundsätzlich allen offen, die eine technische oder handwerkliche Grundqualifikation mitbringen oder bereit sind, sich schnell einzuarbeiten. Das Modell richtet sich ausdrücklich nicht nur an erfahrene Offshore-Profis, sondern auch an Quereinsteiger und Wiedereinsteiger, die in einem neuen Umfeld Fuß fassen wollen.

Besonders gefragt sind Bewerberinnen und Bewerber in folgenden Profilen:

  • Offshore Techniker mit Erfahrung in Elektrik, Mechanik oder Steuerungstechnik
  • Offshore Maschinisten mit Kenntnissen im Betrieb und der Wartung von Maschinenanlagen
  • Offshore Supervisor mit Leitungserfahrung auf Plattformen oder in der Windenergie
  • Fachkräfte aus der industriellen Fertigung oder Logistik, die den Wechsel in den maritimen Bereich anstreben
  • Wiedereinsteiger nach einer längeren Berufspause, die einen strukturierten Neustart suchen

Wer keine spezifische Offshore-Erfahrung hat, aber handwerkliches Geschick und Lernbereitschaft mitbringt, ist beim Try-and-Hire-Modell gut aufgehoben. Die Einstiegshürden sind bewusst niedrig gehalten, weil Unternehmen im Offshore-Sektor zunehmend auf motivierte Menschen setzen, die sich vor Ort bewähren wollen.

Was bedeutet Try and Hire konkret für Offshore-Jobs?

Try and Hire bedeutet im Offshore-Kontext: Du wirst zunächst über einen Personaldienstleister als Zeitarbeitskraft eingesetzt. Der Einsatzbetrieb, zum Beispiel ein Windparkbetreiber oder ein Schifffahrtsunternehmen, hat dabei die Option, dich nach einer definierten Einsatzzeit fest in sein Team zu übernehmen. Die Entscheidung liegt auf beiden Seiten.

Konkret läuft das so ab:

  1. Du schließt deinen Arbeitsvertrag mit dem Personaldienstleister, nicht mit dem Einsatzbetrieb.
  2. Du wirst für einen bestimmten Zeitraum, oft zwischen drei und sechs Monaten, auf einem Offshore-Projekt eingesetzt.
  3. Beide Seiten, du und der Betrieb, lernen sich in der Praxis kennen.
  4. Passt es menschlich und fachlich, folgt das Übernahmeangebot zur Direkteinstellung.

Dieses Modell ist besonders im Bereich erneuerbare Energien beliebt, wo Unternehmen schnell qualifiziertes Personal benötigen, aber auch sicherstellen wollen, dass neue Mitarbeiter zu ihrem Team passen. Für Bewerber bedeutet es: keine Bewerbung ins Blaue, sondern ein echter Probelauf mit konkreter Perspektive. Die Frage Zeitarbeit oder Direkteinstellung beantwortet sich also nicht von Anfang an, sondern entwickelt sich aus der gemeinsamen Erfahrung.

Welche Rechte und Absicherungen gelten während der Try-and-Hire-Phase?

Während der Try-and-Hire-Phase gelten alle gesetzlichen Rechte eines regulären Arbeitnehmers. Du bist sozialversicherungspflichtig beschäftigt, hast Anspruch auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bist über den Personaldienstleister vollständig abgesichert. Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) regelt deine Rechte klar und verbindlich.

Folgende Absicherungen gelten konkret:

  • Equal Pay: Nach neun Monaten Einsatz beim selben Betrieb hast du gesetzlich Anspruch auf das gleiche Gehalt wie vergleichbare Stammmitarbeiter.
  • Tarifvertrag: In der Zeitarbeit gelten Branchentarifverträge, die Mindeststandards für Vergütung und Arbeitsbedingungen festlegen.
  • Unfallversicherung: Auch auf Offshore-Anlagen bist du über die gesetzliche Unfallversicherung geschützt.
  • Kündigungsschutz: Dein Vertrag läuft mit dem Personaldienstleister, der auch bei einem vorzeitigen Ende des Einsatzes weiter für dich zuständig ist.

Ein wichtiger Punkt für alle, die nach einer Pause neu einsteigen: Du musst nicht alles allein regeln. Der Personaldienstleister übernimmt die gesamte administrative Abwicklung, von der Gehaltsabrechnung bis zur Anmeldung bei den Sozialversicherungsträgern. Das gibt gerade Wiedereinsteigern echte Sicherheit.

Wie läuft die Einarbeitung bei Offshore-Einsätzen ab?

Die Einarbeitung bei Offshore-Einsätzen folgt einem strukturierten Ablauf, der sowohl Sicherheitsanforderungen als auch fachliche Einführung umfasst. Vor dem ersten Einsatz sind bestimmte Zertifizierungen verpflichtend, die du in der Regel vor Antritt absolvierst.

Pflichtschulungen vor dem Einsatz

Wer offshore arbeitet, benötigt grundlegende Sicherheitszertifikate. Dazu gehören unter anderem das BOSIET (Basic Offshore Safety Induction and Emergency Training) sowie ein gültiger Medizincheck. Diese Schulungen dauern in der Regel zwei bis vier Tage und werden von zugelassenen Trainingszentren durchgeführt. Manche Einsatzbetriebe übernehmen die Kosten oder rechnen sie gegen das spätere Gehalt an.

Fachliche Einarbeitung vor Ort

Nach der Anreise auf die Anlage, ob Windpark, Plattform oder Schiff, startet die praktische Einarbeitung durch erfahrene Kollegen. Offshore-Teams sind es gewohnt, neue Mitglieder schnell zu integrieren, weil der Betrieb auf reibungslose Zusammenarbeit angewiesen ist. Die Schichtstruktur, typischerweise zwei bis vier Wochen auf See gefolgt von gleich langen Freizeitphasen, gibt dir von Anfang an klare Rhythmen und Orientierung.

Was verdient man bei einem Try-and-Hire-Einsatz offshore?

Die Vergütung bei einem Try-and-Hire-Einsatz offshore liegt in der Regel deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Landstellen. Offshore Techniker, Maschinisten und Supervisoren profitieren von Zulagen für Schichtarbeit, Wochenendarbeit und die besonderen Bedingungen auf See. Genaue Zahlen hängen von Qualifikation, Einsatzort und Tarifvertrag ab.

Als grobe Orientierung gilt:

  • Einstiegspositionen im Offshore-Bereich starten häufig bei einem Stundenlohn, der über dem allgemeinen Zeitarbeitstarif liegt, da Offshore-Zuschläge hinzukommen.
  • Offshore Supervisoren und erfahrene Fachkräfte erzielen deutlich höhere Tagessätze.
  • Kost und Logis sind auf den Anlagen in der Regel kostenfrei, was das Nettoeinkommen faktisch erhöht.
  • Bei einer späteren Direkteinstellung wird das Gehalt häufig neu verhandelt und orientiert sich dann an den Tarifen des Einsatzbetriebs.

Für Quereinsteiger und Wiedereinsteiger ist besonders relevant: Auch wenn du noch keine Offshore-Erfahrung mitbringst, wird deine handwerkliche Qualifikation vergütet. Du startest nicht bei null.

Wie bewirbt man sich auf eine Try-and-Hire-Stelle im Offshore-Sektor?

Die Bewerbung auf eine Try-and-Hire-Stelle im Offshore-Sektor läuft über einen Personaldienstleister mit Spezialisierung auf maritime Berufe und erneuerbare Energien. Du bewirbst dich nicht direkt beim Einsatzbetrieb, sondern beim Dienstleister, der dich dann vermittelt und während des gesamten Einsatzes begleitet.

Der Bewerbungsprozess in der Übersicht:

  1. Kontaktaufnahme: Sende deine Bewerbungsunterlagen, Lebenslauf und vorhandene Zertifikate direkt an den Personaldienstleister.
  2. Erstgespräch: In einem persönlichen oder telefonischen Gespräch werden deine Erfahrungen, Wünsche und Verfügbarkeit besprochen.
  3. Passende Stelle finden: Der Dienstleister sucht aus seinem Netzwerk eine Position, die zu deinem Profil passt.
  4. Unterlagen und Zertifikate prüfen: Fehlende Qualifikationen werden identifiziert und Lösungen gefunden.
  5. Einsatz starten: Nach Vertragsabschluss beginnt dein Einsatz, mit dem Ziel der Übernahme in eine Festanstellung.

Wichtig für Quereinsteiger: Ein lückenloser Lebenslauf ist keine Voraussetzung. Was zählt, sind Motivation, handwerkliches Können und die Bereitschaft, sich in einem neuen Umfeld zu beweisen.

So unterstützt FTT Personnel deinen Einstieg ins Offshore-Business

FTT Personnel ist seit 2004 spezialisiert auf die Vermittlung von Fach- und Führungskräften in der Schifffahrt, der maritimen Industrie und den erneuerbaren Energien. Mit Standorten in Emden und Bremerhaven kennen wir den Offshore-Markt aus erster Hand und wissen, worauf es bei der Besetzung von Offshore-Stellen wirklich ankommt.

Was wir konkret für dich tun:

  • Wir begleiten dich von der ersten Bewerbung bis zur möglichen Direkteinstellung beim Einsatzbetrieb.
  • Wir übernehmen die gesamte administrative Abwicklung, von der Gehaltsabrechnung bis zur Sozialversicherung.
  • Wir haben ein aktives Netzwerk aus Unternehmen im Offshore-Bereich, Windenergie und der maritimen Industrie.
  • Wir beraten dich ehrlich, welche Zertifikate du benötigst und wie du deinen Einstieg optimal vorbereitest.
  • Wir setzen auf Menschen, nicht auf Papier: Quereinsteiger und Wiedereinsteiger sind bei uns ausdrücklich willkommen.

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