Ein Zeitarbeit-Schlosser kostet einen Arbeitgeber in der Regel zwischen 30 und 50 Prozent mehr pro Stunde als das Bruttogehalt eines vergleichbaren Festangestellten, denn der Stundensatz des Zeitarbeitsunternehmens deckt nicht nur den Lohn, sondern auch alle Arbeitgeberkosten, den Verwaltungsaufwand und die Marge des Dienstleisters ab. Ob das unterm Strich teurer ist, hängt jedoch stark vom Einsatzzeitraum, dem Recruitingaufwand und den Gesamtkosten einer Festanstellung ab. Die folgenden Abschnitte schlüsseln beide Modelle transparent auf.
Was zahlt ein Arbeitgeber tatsächlich für einen Zeitarbeiter?
Ein Arbeitgeber zahlt für einen Zeitarbeit-Schlosser einen verhandelten Stundensatz direkt an das Zeitarbeitsunternehmen. Dieser Stundensatz liegt je nach Qualifikation, Region und Branchenzuschlag typischerweise im Bereich von 28 bis 45 Euro brutto. Darin enthalten sind das Gehalt des Schlossers, alle Sozialabgaben, Urlaubsansprüche, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie die Verwaltungskosten und die Marge des Personaldienstleisters.
Als Entleiher hat das Unternehmen also nur eine einzige Rechnung zu bezahlen und keinen eigenen administrativen Aufwand. Es gibt keine Lohnbuchhaltung, keine Sozialversicherungsanmeldungen und keine Auseinandersetzung mit dem Arbeitsrecht für diesen Mitarbeiter. Das klingt auf den ersten Blick teuer, ist aber ein Komplettpaket.
- Stundensatz: enthält Lohn, Sozialabgaben, Urlaubs- und Krankheitskosten
- Branchenzuschläge: in der Metallindustrie und im Schlosserbereich oft tariflich vorgeschrieben
- Keine Einmalkosten: kein Recruiting, keine Onboarding-Investition, kein Kündigungsschutzrisiko
- Flexibler Abruf: Einsatzdauer nach Bedarf, ohne langfristige Bindung
Welche Gesamtkosten entstehen bei einem festangestellten Schlosser?
Ein festangestellter Schlosser kostet einen Arbeitgeber deutlich mehr als nur das vereinbarte Bruttogehalt. Zu einem Bruttolohn von beispielsweise 3.500 Euro monatlich kommen Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung von rund 20 bis 22 Prozent hinzu, also weitere 700 bis 770 Euro. Damit liegt der reine Lohnkostenblock bereits bei etwa 4.200 bis 4.300 Euro im Monat.
Dazu kommen Kosten, die im Tagesgeschäft leicht übersehen werden. Urlaub bedeutet bezahlte Fehlzeit, Krankheitstage kosten Lohnfortzahlung für bis zu sechs Wochen, und Arbeitsschutzausrüstung sowie Weiterbildungen gehen ebenfalls auf das Konto des Arbeitgebers. Wer einen Schlosser neu einstellt, muss außerdem Stellenanzeigen, Bewerbungsgespräche, Einarbeitungszeit und mögliche Probezeit-Abgänge einkalkulieren.
- Bruttogehalt: je nach Qualifikation und Region 3.000 bis 4.500 Euro monatlich
- Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung: ca. 20 bis 22 Prozent des Bruttolohns
- Recruiting- und Einarbeitungskosten: je nach Aufwand mehrere hundert bis über tausend Euro einmalig
- Urlaub, Krankheit, Feiertage: bezahlte Fehlzeiten summieren sich auf Wochen pro Jahr
- Verwaltungsaufwand: Lohnbuchhaltung, HR-Prozesse, arbeitsrechtliche Betreuung
Wann ist ein Zeitarbeit-Schlosser günstiger als ein Festangestellter?
Ein Zeitarbeit-Schlosser ist vor allem dann wirtschaftlich günstiger, wenn der Bedarf zeitlich begrenzt, unregelmäßig oder kurzfristig ist. Wer für ein Projekt drei Monate lang einen zusätzlichen Schlosser braucht, spart durch Zeitarbeit die gesamten Recruiting- und Einarbeitungskosten sowie das Risiko einer Kündigung mit Kündigungsschutzfristen. Auch bei Krankheitsvertretungen oder saisonalen Auftragsspitzen rechnet sich das Modell schnell.
Der Break-even-Punkt liegt in der Praxis oft bei einem Einsatz von sechs bis zwölf Monaten. Bis dahin überwiegen die Flexibilitätsvorteile der Zeitarbeit. Dauert der Bedarf länger, nähern sich die Gesamtkosten denen einer Festanstellung an oder übersteigen sie. Dann lohnt sich ein genauer Vergleich.
Besonders bei der Zeitarbeit-Kalkulation sollten Unternehmen folgende Situationen im Blick haben, in denen Zeitarbeit klar vorne liegt:
- Kurzfristiger Ersatz bei Krankheit oder Elternzeit
- Projektbezogener Mehrbedarf mit definiertem Ende
- Unsichere Auftragslage, bei der eine Festanstellung zu riskant wäre
- Einstieg in einen neuen Geschäftsbereich ohne langfristiges Commitment
Welche versteckten Kosten entstehen bei Zeitarbeit im Schlosserbereich?
Bei Zeitarbeit im Schlosserbereich entstehen versteckte Kosten vor allem durch Einarbeitungszeit, Koordinationsaufwand und mögliche Qualitätsschwankungen bei häufig wechselnden Kräften. Ein neuer Zeitarbeit-Schlosser kennt die betriebseigenen Maschinen, Prozesse und Sicherheitsvorschriften nicht vom ersten Tag an, was in der Anfangsphase Zeit und Produktivität kostet.
Hinzu kommt, dass der Entleihbetrieb bei längeren Einsätzen trotzdem einen gewissen Betreuungsaufwand hat. Einweisungen in Arbeitssicherheit, die Bereitstellung von Werkzeug und Schutzausrüstung sowie die Integration ins Team sind Aufgaben, die intern anfallen und selten in der Kalkulation auftauchen.
- Einarbeitungszeit: erste Tage bis Wochen mit reduzierter Produktivität
- Sicherheitsunterweisungen: Pflicht des Entleihers, kostet Arbeitszeit
- Werkzeug und Schutzausrüstung: je nach Vereinbarung vom Entleihbetrieb zu stellen
- Koordinationsaufwand: Abstimmung mit dem Zeitarbeitsunternehmen bei Einsatzänderungen
Wie beeinflusst die Einsatzdauer den Kostenvergleich?
Die Einsatzdauer ist der entscheidende Hebel im Kostenvergleich zwischen Zeitarbeit und Festanstellung. Bei kurzen Einsätzen von einem bis drei Monaten ist Zeitarbeit trotz des höheren Stundensatzes fast immer günstiger, weil Recruiting, Einarbeitung und Verwaltungskosten einer Festanstellung entfallen. Ab einem Einsatz von etwa sechs bis zwölf Monaten beginnen sich die Kosten anzugleichen.
Bei sehr langen Einsätzen, die über 18 Monate hinausgehen, greift zudem das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz mit seiner gesetzlichen Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten. Danach muss entweder eine Übernahme erfolgen oder der Einsatz endet. Das ist kein verstecktes Risiko, sondern ein klarer gesetzlicher Rahmen, den beide Seiten kennen sollten.
Für die Zeitarbeit-Kalkulation gilt als Faustregel: Je kürzer und unplanbarer der Bedarf, desto stärker der wirtschaftliche Vorteil der Zeitarbeit. Je länger und stabiler der Bedarf, desto mehr lohnt sich die Prüfung einer Festanstellung oder Übernahme.
Sollte man einen Zeitarbeit-Schlosser übernehmen oder weiter leihen?
Eine Übernahme lohnt sich, wenn der Zeitarbeit-Schlosser sich bewährt hat, der Bedarf dauerhaft besteht und die Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten sich dem Ende nähert. Zeitarbeit unbefristet weiterzuführen ist gesetzlich nicht möglich, daher ist die Übernahme bei langfristigem Bedarf oft die logische Konsequenz. Sie spart außerdem erneute Einarbeitungskosten und sichert gewonnenes Know-how im Betrieb.
Weiter leihen ist sinnvoll, wenn der Bedarf projektgebunden bleibt, Schwankungen erwartet werden oder der Fachkräftemangel Zeitarbeit als dauerhaftes Flexibilitätsinstrument notwendig macht. Viele Betriebe in der industriellen Fertigung nutzen einen Mix aus Stammbelegschaft und Zeitarbeitskräften bewusst als strategisches Modell.
Bei der Entscheidung helfen drei Leitfragen:
- Ist der Bedarf für diesen Schlosser in zwölf Monaten noch genauso hoch?
- Hat sich die Person fachlich und menschlich so bewährt, dass eine Übernahme dem Team nützt?
- Kann das Unternehmen die Gesamtkosten einer Festanstellung langfristig tragen?
Wie FTT Personnel bei der Zeitarbeit-Kalkulation hilft
Wer im Schlosserbereich schnell und kalkulierbar Personal braucht, ist bei FTT Personnel richtig. Als inhabergeführter Personaldienstleister mit Standorten in Emden und Bremerhaven bringen wir seit 2004 Erfahrung in der Vermittlung von Fachkräften für industrielle Fertigung, Hafenwirtschaft und verwandte Bereiche mit.
Was das konkret für Sie bedeutet:
- Transparente Stundensätze: keine versteckten Kosten, klare Kalkulation von Anfang an
- Schnelle Besetzung: qualifizierte Schlosser aus unserem Netzwerk, ohne langen Recruitingprozess
- Komplette Abwicklung: Lohnbuchhaltung, Sozialversicherung und Arbeitsrecht liegen bei uns
- Flexible Einsatzdauer: von der kurzfristigen Vertretung bis zur geplanten Übernahme
- Regionale Verwurzelung: wir kennen den Markt im Nordwesten und liefern passende Kräfte, keine Lückenfüller
Anpacken statt Schnacken: Sprechen Sie uns direkt an und lassen Sie uns gemeinsam den passenden Schlosser für Ihren Bedarf finden. Jetzt Kontakt aufnehmen und unkompliziert starten.
